Edelmetalle im Überblick 

Die bekanntesten Edelmetalle sind Gold und Silber, aber auch Platin und Titan sind bei Schmuck gross in Mode. Platin ist sehr kostbar, da es selten vorkommt sowie reiner, stabiler und dichter als Gold ist. Besonders bei Allergikern steht es hoch im Kurs: Es ruft so gut wie keine allergischen Reaktionen hervor. Auch Titan ist antiallergen, sehr leicht und widerstandsfähig und wird besonders wegen seiner Farbe und der seidig glänzenden Oberfläche geschätzt. Im Folgenden befassen wir uns mit den am häufigsten bei der Schmuckherstellung verwendeten Edelmetalle Gold und Silber. 

Gold – das Eleganteste der Edelmetalle 

Was ist eine Goldlegierung?

Reines Gold ist sehr wertvoll, für die Schmuckherstellung und den täglichen Gebrauch aber viel zu weich. Durch den Zusatz anderer Metalle entstehen verschiedene Goldlegierungen, die die Eigenschaften und das Aussehen von Gold verändern. 
 
Welche Goldlegierungen gibt es? Die häufigsten zugesetzten Metalle sind Kupfer, Zink, Nickel, Silber oder Palladium. Aus den Angaben zu Karat oder Feingehalt kann man entnehmen, wie hoch der Anteil des höchstwertigsten Metalls innerhalb einer Legierung ist. Da Nickel zu allergischen Reaktionen führen kann, wird es heute kaum mehr zur Schmuckherstellung verwendet. 

Der Goldgehalt eines Schmuckstücks ist als kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle angebracht. Man nennt dies auch Punzierung oder Punze. Die Schreibweisen sind nicht einheitlich und können bei Goldschmuck als Karat oder Feingehalt angegeben werden.  

Erklärung: Promille, Karat  

Es gibt Varianten beim Feingehalt von Gold. Die Masseinheit dafür ist Karat. Reines Gold besitzt 24 Karat. Ein Karat Gold entspricht also 1/24 Gewichtsanteil. 

Mit der Einführung des metrischen Systems wurde die Einteilung auf Promille-Angabe umgestellt. Die Punzierung „585“ bedeutet also, dass das Schmuckstück von 1000 Gewichtseinheiten 585 Anteile reines Gold enthält. Über den Gold-Anteil erklären sich auch die Farbunterschiede zwischen Gold 333, Gold 585 und Gold 750. Je höher der Anteil an Feingold, umso intensiver ist der Gelbton. Näheres zur Umrechnung von Karat zu Promille entnehmen Sie unserer Gold-Karat-Tabelle. 

Karat (kt)

Feingehalt in Promille

8 kt

333er Gold

333 Gewichtsanteile sind Feingold, die restlichen 667 Teile sind andere Metalle.

9 kt

375 Gold

375 Gewichtsanteile sind Feingold, die restlichen 625 Teile sind andere Metalle.

14 kt

585er Gold

585 Gewichtsanteile sind Feingold, die restlichen 415 Teile sind andere Metalle.

18 kt

750er Gold

750 Gewichtsanteile sind Feingold, die restlichen 250 Teile sind andere Metalle.

24 kt

999er Gold

999 Gewichtsanteile sind Feingold, der restliche Teil sind andere Metalle.

Vorstellung einzelner Goldlegierungen 

Gold ist nicht gleich Gold! Je nachdem, welche Metalle zugesetzt werden, verändert sich die Farbe und damit die Bezeichnung für Gold. 

Edelmetall gold

Gelbgold – die beliebteste Goldfarbe 

wird mit Silber und Kupfer zu gleichen Teilen verbunden und ist die häufigste Legierung. 

Edelmetall weißgold

Weißgold – das goldene Silber 

setzt sich aus Silber, Palladium oder auch Eisen und Platin zusammen, die das Gelbgold entfärben und eine weiss-graue Tönung erzeugen. 

Edelmetall rose

Roségold – der wärmste Goldton 

Diese Goldlegierung besteht neben Feingold aus Kupfer und nur wenig Silber. Je höher der Kupfer-Anteil, umso rötlicher die Legierung. 

Silber  – fasziniert seit 5000 v. Chr.  

Vorstellung Silberlegierungen 

Reines Silber mit einem Feingehalt von 99,9% lässt sich nicht zu Schmuck verarbeiten. Es ist ähnlich wie reines Gold zu wenig stabil. Silber lässt sich aber wunderbar mit Gold, aber auch mit anderen Metallen verbinden (link zu Gold). Durch Kupfer und Palladium wird Silber härter. Steigt der Anteil des Edelmetalls Palladium auf 20-30% des Silbers läuft das Schmuckstück sogar nicht mehr an. 

Die bekannteste und beliebteste Legierung für die Schmuckherstellung ist Sterlingsilber, die aus Silber und Kupfer besteht, wobei der Feingehalt an Silber 925 Tausendstel/Promille ausmacht. Der Name und die Bedeutung von Silber 925 kommt aus Grossbritannien. Der Grundstoff der Silberpennies, auch Sterlinge genannt, war genau diese Silberlegierung. Durch die Beimischung von Kupfer erhält die Legierung eine leicht rötliche Färbung. 

Silberarten 

Häufig findet man 925er Silber vergoldet in den Farben gelb oder rosé. Dabei wird Silber mit Gold überzogen und ist kaum von echtem Gold zu unterscheiden. Der wesentliche Vorteil: Vergoldetes Silber ist wesentlich günstiger. 

Ist Silberschmuck rhodiniert, so ist sie mit Rhodium beschichtet. Er erhält dadurch einen besonders strahlenden, hellen Glanz und schützt vor Oxidation (Verfärbung). 

Edelmetall silber

Gold- & Silberschmuck reinigen 

Man kennt es: Silber und Silberlegierungen färben sich mit der Zeit immer dunkler und: Das ist ganz normal! Das Metall reagiert mit der Luft, in der sich Schwefelwasserstoff befindet. Dadurch entsteht Silbersulfit, wodurch sich das Schmuckstück verfärbt, aber nicht beschädigt wird. Durch entsprechende Pflege kann man die Bildung von Silbersulfit verzögern bzw. das Silbersulfit ganz einfach wieder entfernen. Auch Goldschmuck sollte ab und an gereinigt werden. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, lassen Sie Ihren Schmuck beim Juwelier reinigen oder wiederaufarbeiten. 

Fürs Zwischendurch-Reinigen finden Sie nachfolgend ein paar nützliche Tipps und Tricks. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Edelsteine, Perlen oder andere Metalle mit im Spiel sind. Sie könnten in Mitleidenschaft gezogen werden.  

Tipps zur richtigen Pflege von Goldschmuck 

  • Die Spülmittel-Methode 

Bei Schmuckstücken aus Gold reicht meist schon eine milde Spülmittellösung zum Reinigen von oberflächlichen Verschmutzungen. 10-15 Minuten in lauwarmes Wasser legen, klarspülen und mit einem weichen Tuch polieren. 

  • Die Ultraschall-Methode 

Hier wird Dreck und Staub durch die erzeugten Vibrationen im Flüssigkeitsbad abgeschüttelt. Nur bei reinem Goldschmuck zu empfehlen. 
Vorsicht bei Perlen und Edelsteinen! 

Tipps zur richtigen Pflege von Silberschmuck 

  • Spezielle Silberputzmittel 
    Polieren und reinigen Sie Ihren Silberschmuck beim ersten Anzeichen von Verfärbungen. Je weniger Silbersulfid abgetragen werden muss, desto schonender ist dies für das Metall. Hierfür stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: das Abreiben mit einem Silbertuch, die Reinigung in einem Silberbad oder die Behandlung des Schmucks mit einer speziellen Pflegecreme. 
    Rhodiniertes Silber sollten Sie nicht mit Silberputzmittel reinigen, da dies die Schutzschicht angreift. 
    Mit folgendem Hausmittel glänzt Ihr Silberschmuck wieder wie neu: 

  • Die Alufolien-Methode 
    Silberschmuck in eine mit Alufolie ausgekleidete Schüssel geben, 1 Teelöffel Salz dazu und heisses, nicht kochendes Wasser aufgiessen. Nach 1-2 Minuten herausnehmen und trockenreiben. Die Alufolie färbt sich dabei schwarz. 

Wie oft sollte man Gold-/Silberschmuck reinigen? 

Immer dann, wenn es nötig ist. 

Bei Silberschmuck ist es offensichtlich. Wenn das Silber angelaufen ist, sprich Schwarz wird, ist es Zeit, den Silberschmuck zu reinigen. 

Bei Goldschmuck kommt es darauf an, wie häufig sie ihn tragen. Ob er mit Schmutz, Cremes oder sonstigem in Kontakt kommt, womit der Goldglanz getrübt wird. Eine allgemeine Regel gibt es da nicht. 

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